Clubausflug  an den Vierwaldstätter See von 25 Mai bis 28 Mai

am 25. Mai diesen Jahres war es wieder soweit. Der nächste Clubausflug der Bergdohlen Brannenburg beginnt. Zum Vierwaldstätter See nach Emmetten soll es also gehen, das ließen sich 22 Mitreisende nicht entgehen. Viele “Anfänger” aber auch “erfahrene Hasen” machten sich von München oder Brannenburg in aller Herrgottsfrüh auf den Weg, um ein entspanntes Flugwochenende bei super Wetter zu haben.

Der Verkehr hielt sich trotz des langen Wochenendes im Rahmen und so trafen alle gegen Mittag in Emmetten
beim Hotel Engel ein, um Ihre Zimmer und Schlafräume zu beziehen. Auch für die Camper war auf einem etwas abgelegenen Parkplatz gesorgt. Dies war bei dem schönen Wetter und der Aussicht auf den Niederbauen, dem örtlichen Flugberg schnell erledigt. Nach kurzer aber intensiver Landeplatzbesichtigung machten sich alle auf den Weg nach oben, um noch einmal, wenn nichts geht ein zweites Mal zu fliegen. Spätestens oben angelangt, bei der Aussicht auf den Vierwaldstätter See, war jeder im Flugmodus, oder zumindest im Urlaubsmodus. Einfach herrlich hier. Besonders die ortsansässigen Tandempiloten waren um keine Auskunft verlegen, erklärten geduldig die schwierigen Stellen am Berg, worauf man achten muss. Trotz des hoch frequentierten Startplatzes entstand hier keine Hecktig, es wurde sich gegenseitig geholfen und auch in der Luft flogen alle sehr vorbildlich. Dieser Eindruck blieb auch bei den restlichen Fluggebieten des Ausflugs bestehen. Nach ein bis zwei Flügen versammelte sich die Truppe mehr oder weniger pünktlich (ich), zum sehr leckeren Abendessen. Danke Jonas und Reinhold für den Abholservice. Und schon die erste Lektion im Ausflug gelernt, Handy immer aufgeladen in der Jackentasche, wenn man auf Strecke geht.
Eigentlich ist es ja klar, aber kann man schon mal vergessen bei Drang zu Fliegen.
Am Abend gab is dann im Aufenthaltsraum unserer Herrberge noch zum Anlass von Hans Müller Geburtstagskuchen und Bier. Dabei entstanden auch viele nette Gespräche untereinander die teilweise bis später in die Nacht gingen.

26.5 Da wir ja auch die anderen Flugberge ein bisschen erkunden wollten, wurde beschlossen, dass es am nächsten Morgen gemeinsam nach dem reichhaltigen Frühstück nach Brunni / Engelberg geht. Es war zwar leichter Ostwind vorausgesagt, aber Reinhold hatte wie sehr oft recht, das Mikroklima lässt den Wind schon von vorne kommen zum Starten. Nachdem der riesige Landeplatz besichtigt wurde, ging es mit der Gruppenkarte hoch zum Fuße des Rigidalstock. Die schönen Startplätze ermöglichten ein beschwerdefreies Starten. Nachdem uns die erfahrenen Hasen gezeigt haben, wie es gehen würde, starteten die jungen Wilden und genossen das beeindruckende Bergpanorama um den Titlis und dessen Gletscherlandschaft. Mit Sicherheit eines der schönesten Fluggebiete die ich je gesehen habe. Auch hier in Brunni herrschte eine ruhige und erholsame Atmosphäre und auch für das leibliche Wohl war auf den zahlreichen Hütten am Berg gesorgt. Nach dem wieder einmal sehr leckeren Abendessen wurden die Flüge wieder bei ein paar Bierchen heiß diskutiert.

27.5 Am Vorabend wurde beschlossen, an die Klewenalp zu fahren. Nicht unbedingt ein Streckenfluggelände, sondern eher das Eldorado für Acroflieger. Viele entschlossen sich, die spät einsetzende Thermik nicht abzuwarten und nach einem mehr oder weniger Abgleiter die brütende Hitze am See beim Baden zu verbringen. Die Geduldigen beobachteten weiter bei herrlichem Wetter die Wolkenbildung oder auch die teilweise sehr jungen Acropiloten bei ihren Helis, Infinitys und sämtlichen anderen Kunststücken. Wenn es dann ging, zeigten uns der Günther und der Hans, dass auch eine Seeüberquerung möglich ist und Geduld sich einfach doch auszahlt. Ein sehr schöner Flugtag, der für manche schon um 5 Uhr morgens vor dem Frühstück, mit einem Hike and Fly auf den Niederbauen begonnen hatte. Der Tag wurde auch genutzt, um nochmal das Rückwärts aufziehen zu üben und am Berg etwas zu Groundhandeln. Da sieht man mal wieder, Fliegen ist doch eine Kopfsache und der Spaß sollte bei aller Verbissenheit nie zu kurz kommen. Denn auch beim Zuschauen kann man sehr viel lernen.

28.5 Leider war jetzt schon der letzte Tag gekommen, und der Abschied nahte. Hier kam dem Jonas noch die Idee, ein potenzpillenmann.com Sonnenaufgangsfliegen vor dem Frühstück zu veranstallten. Kurz nachgerechnet musste um spätestens zwei Uhr gestartet werden, um pünktlich zum Sonnenaufgang auf dem Niederbauen zu sein. Es war eine einzigartige Atmosphäre bei klarem Himmel und einem sehr schönen Mond und Sternenbild. Nach einer kurzen Pause auf einer Almhütte, welche gerade Ihre Kühe melkten, waren wir pünktlich um halb fünf am Gipfel. Nach dem wunderschönen Sonnenaufgang, den der Jonas zugedeckt von seinem Gleitschirm vor der Aussichtsbank und ich rückwärts zum Berggipfel mit Groundhandling verbracht hatten, brauchte die Sonne etwas, um startbare Bedingungen zu bekommen. Aber um 7:30 konnten wir dann starten. Angela und der Sepp begannen Ihren Aufstieg etwas später. Aber ich denke wir können alle einstimmig sagen, dass ein leerer Berggipfel, wenn die Bahn noch nicht fährt, eines der schönsten Erlebnisse für Paraglider ist und Biwakfliegen neben den Streckenjägern und Acropiloten auch eine nette Abwechslung ist. Gut, dass es heuer wieder ein Sonnenaufgangsfliegen an der Ramboldplatte gab.

Leider sind die 4 Tage des Clubausfluges schon wieder vorbei und ich möchte mich bei allen nochmal für die tolle Atmosphäre und das gemütliche Miteinander bedanken.
Ein spezieller Dank gilt auch wieder dem Reinhold für die unermüdliche Organisation des Ausfluges. Ich denke ich spreche hier für alle, dass es sehr viel Spaß gemacht hat und ich freue mich auf den nächsten Clubausflug nach Südtirol, wo die nächsten Landschaften und Berge erkundet werden :-).

Allen allzeit happy landings!

Hanse